Willkommen bei über 130 Jahren Fahrradleidenschaft

Bereits seit 1886 gibt es Mobilität auf zwei Rädern unter dem Markennamen VICTORIA. Ganze Generationen sind mit der starken Qualität, der bewährten Zuverlässigkeit und der hohen Alltagstauglichkeit von VICTORIA aufgewachsen. Diesen Werten und der langen Tradition fühlen wir uns verpflichtet. Sie sind unser Antrieb für die stetigen Weiterentwicklungen unserer Produkte. So umfangreich und modern die aktuelle Produktpalette von VICTORIA ist, so vielfältig und abwechslungsreich ist unsere Geschichte. Diese reicht weit zurück in eine andere Ära, in der das Fahrrad – wie heute – einen beispiellosen Boom erlebte.

Zeitreise ins 19. Jahrhundert
Im Jahre 1886 prägten Kutschen und Pferde das Straßenbild, und Carl Benz hatte gerade erst seinen Motorwagen Nummer 1 gebaut. Das Hochrad war in dieser Zeit ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Im selben Jahr gründeten die Radsportler Max Frankenburger und Max Ottenstein mit gerade mal 20 Angestellten VICTORIA. Bis zur Jahrhundertwende vergrößerte man sich rasch, zog in eigene Fabrikhallen und verzeichnete einen Produktionshöchststand von weit über 11.000 Fahrrädern pro Jahr. Der Hauptgrund für die hohe Beliebtheit: Schon damals standen die VICTORIA Fahrradwerke, später VICTORIA Werke AG, für eine besonders hohe Qualität und Zuverlässigkeit.

Das Fahrrad kommt ins Rollen
VICTORIA war dabei, als das Fahrrad noch grundlegende Entwicklungsschritte durchmachen musste. Wie tief unsere Wurzeln reichen, wird klar, wenn man folgendes bedenkt: Damals musste sich erst noch die Erkenntnis durchsetzen, dass zwei gleich große Räder sicherer sind als ein riesiges und ein winzig kleines. So bot VICTORIA Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr ausschließlich die bisher geläufigen Hochräder und Dreiräder an, sondern auch so genannte „Niederräder“ oder „Sicherheitsniederräder“. Dies waren die ersten Fahrräder, wie wir sie heute kennen. Sie wurden teils motorisiert und fuhren für damalige Verhältnisse bis zu unglaubliche 40 km/h schnell. Eine respektable Leistung auf den damals unebenen Straßen.
Fahrradfahren war damals keineswegs eine Selbstverständlichkeit: Für Menschen, die bislang keinerlei Erfahrungen sammeln konnten, baute man 1897 in Nürnberg extra das „VICTORIA Velodrom“. In dieser Halle konnten Neukunden auf einem abgesperrten Rundkurs das Radfahren erlernen – ohne Schaulustige und zu zeitgenössischer Unterhaltungsmusik.

Hochs und Tiefs im 20. Jahrhundert
Mit der Zeit wurde VICTORIA Komplettanbieter in Sachen Mobilität. Man fertigte ab 1905 Automobile, wie das bei Landärzten beliebte „Doktor´s Cabriolet“. Nach Ende des ersten Weltkrieges präsentierte man vollwertige „große“ Motorräder, die speziell bei der Nürnberger Polizei und weiteren Behörden beliebt waren. Parallel dazu nahm der Erfolg der Fahrräder weiter zu. So verkaufte VICTORIA im Jahr 1926 bereits über 27.000 Stück, 1939 waren es schon knapp 50.000. Hinzu kamen 10.000 motorisierte Fahrräder.
Zu Zeiten des zweiten Weltkrieges wurde die Produktion an Zivilrädern weitestgehend heruntergefahren, man fertigte überwiegend leicht modifizierte Serienmaschinen für das Militär. Bei Kriegsende waren die Werkshallen nahezu vollständig zerstört. VICTORIA begann in Nürnberg mit 28 Angestellten noch einmal ganz von vorne.

Vicky, das Wirtschaftswunder
Nach dieser dunklen Zeit begann nicht nur für Europa sondern auch für VICTORIA eine neue Ära. Die Produktion von Fahrrädern – mit und ohne Motor – war aufgrund von Materialknappheit anfangs nur eingeschränkt möglich. Doch nach und nach steigerte sich die Produktion, und das mit reiner Pedalkraft angetriebene Fahrrad wurde zur größten Einnahmequelle. In Sachen Radsport setzte VICTORIA auf die damals beliebten „Steher-Rennen“, bei denen die Marke zahlreiche Erfolge feiern konnte.
Zum VICTORIA Neuanfang zählte auch das Modell „Vicky“, das sich in den folgenden Wirtschaftswunderzeiten zu einem echten Verkaufsschlager entwickeln sollte. Die Vicky begann ihre Karriere als normales Fahrrad mit einem kleinem Hilfsmotor sowie einem Tank zwischen Schutzblech und Gepäckträger – durchaus eine kleine Parallele zum heutigen E-Bike. In den ersten Nachkriegsjahren war die Vicky als Beförderungsmittel nicht aus dem Straßenbild wegzudenken. Mit der Zeit stiegen die Ansprüche, und die Vicky wurde zu einem Moped mit kräftigerer Motorisierung. Eine elegante Vicky mit attraktiver zweifarbiger Lackierung wurde sogar zum Prestigeobjekt, das mit über 40.000 verkauften Exemplaren nicht nur den Geschmack der Jugend traf.

Vorläufiges Ende der goldenen Zeiten
In den 50er Jahren feierte VICTORIA mit motorisierten Zweirädern große Erfolge, z. B. dem Mopedroller „Nicky“ oder der „Avanti“, einem Sportmoped im italienischen Stil. Doch die goldene Zeit Mitte des vergangenen Jahrhunderts hielt nicht ewig. Die Fahrrad-Verkaufszahlen, das Hauptstandbein von VICTORIA, sanken dramatisch und konnten nicht durch den Verkauf der Moped-Modelle ausgeglichen werden. So fusionierte VICTORIA 1958 mit zwei anderen Herstellern zur Zweirad Union. Als diese 1966 von den Nürnberger Hercules Werken übernommen wurde, verschwand der Name VICTORIA vorerst.

Ein Neustart im Norden
In den 90er Jahren erlebte VICTORIA einen Neustart unter dem Dach der ebenfalls traditionsreichen, 1895 gegründeten, Hermann Hartje KG im norddeutschen Hoya. Nach dem Erwerb der Namensrechte nahmen wir die Produktion zum Modelljahr 1997 mit insgesamt 14 City- und Trekking-Fahrrädern in modernen, firmeneigenen Produktionshallen wieder auf. Wir starteten mit dem Anspruch, eine Tradition von ausgezeichneter Qualität, bewährter Zuverlässigkeit und hoher Alltagstauglichkeit fortzuführen.

Wir, VICTORIA, heute
Wir blicken mit wachen Augen in die Zukunft, unsere Produktlinie spiegelt die ganze Vielfalt des Fahrrades wieder. Als E-Bike Hersteller der ersten Stunde prägt VICTORIA eine neue Zeit des Mobilitätswandels mit. Unsere Trekking-Pedelecs setzen auf die zuverlässigsten Motorsysteme am Markt und sind betont einfach zu bedienen. Trendbewusste urbane E-Bikes bieten eine aufgeräumte Optik und quasi wartungsfreie Komponenten, wie Getriebenaben und Riemenantrieb. Klassische Cityräder ohne E-Unterstützung bieten samtweichen Komfort; altersgerechte Kinder- und Jugendräder überzeugen mit ihrem Fokus auf Verkehrssicherheit. Nicht zuletzt entdecken junge und junggebliebene Menschen mit unseren farbenfrohen Retrobikes den nostalgischen Charme vergangener Tage wieder. Etwas Besonderes bieten wir obendrein mit der formvollendeten Premiumlinie eManufaktur, handgefertigt in Deutschland und mehrfach ausgezeichnet.

Die VICTORIA Geschichte geht weiter
Die topmodernen Fahrräder und E-Bikes von VICTORIA überzeugen mit ihrem herausragendem Preis-/Leistungsverhältnis, erhalten regelmäßig Bestnoten in Fachmagazinen und dürfen von sich behaupten, wieder einen klangvollen Namen zu tragen. Unsere Geschichte, die 1886 ihren Anfang nahm, ist noch lange nicht zu Ende. Wir haben erneut Fahrt aufgenommen und steuern zuversichtlich in ein nächstes, aufregendes Jahrhundert Fahrradgeschichte.

130 Jahre gelebte Geschichte

1886

VICTORIA - 130 Jahre gelebte GeschichteIm Jahre 1886 von Max Frankenburger und Max Ottenstein  in Nürnberg gegründet. VICTORIA, zu der Zeit noch  „Frankenburger & Ottenstein“, stellte am Anfang ausschließlich Fahrräder her.

Das Unternehmen wurde 1895 in die „Victoria Fahrradwerke AG“ umgewandelt.

1899 wurde die Firmenbezeichnung in „Victoria Werke AG“ geändert.

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte

1899

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte

Neben Hoch- und Dreirädern wurden ab 1899 die so genannten und heute geläufigen „Niederräder“ hergestellt.

Teils motorisiert fuhren diese für damalige Verhältnisse bis zu unglaubliche 40 km/h schnell.

In Verbindung mit den oftmals bescheidenen Straßenbeschaffenheiten war der Respekt vor diesen Leistungen verständlicherweise groß.

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte

1920

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte1920 begann die Produktion mit dem modernsten Motorrad seiner Zeit, der „KR I“. 1925 brachte VICTORIA das
„KR III“ als erstes deutsches Viertakt-Motorrad mit Kompressor auf den Markt und erreichte damit eine neue Welthöchstleistung von 165 km/h.

1932 gewann Victoria mit der „KR 6“ die Europa-Bergmeisterschaft der Gespanne bis 600 cm³ und nannte daraufhin das Modell „KR 6 Bergmeister“.

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte

1940

VICTORIA - 130 Jahre gelebte GeschichteDa im Krieg die Fabrikanlagen weitgehend zerstört wurden, begann man 1946  mit der Produktion von Fahrrädern und dem „FM 38“ Fahrradhilfsmotor.

Erstes Modell wird die „Vicky I“. Das Modell wurde zum Verkaufsschlager.

Mit den steigenden Ansprüchen an ein Beförderungsmittel kam 1953 das Modell „Vicky II“ zum Einsatz und läutete wie auch die „Vicky III“ 1954 eine neue Epoche der Mopedära ein.

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte

1955

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte1955 startete der Verkauf des legendären VICTORIA „Peggy“ Rollers.

VICTORIA´s Antwort auf die beliebten Sportmopeds aus Italien folgte 1956 mit dem Modell „Avanti“. 1958 fusionierte Victoria mit Express und DKW zur „Zweirad Union AG“.

1966 wurde Sie formell von den Nürnberger Hercules Werken GmbH übernommen, womit der Name Victoria endgültig verschwand.

VICTORIA - 130 Jahre gelebte Geschichte

1995

VICTORIA - 130 Jahre gelebte GeschichteEinen Neustart erlebte die Marke am 30.10.1995.

Die Hermann Hartje KG erwarb die Namensrechte von Hercules und nahm die Produktion zum Modelljahr 1997 mit insgesamt 14 City- und Trekking-Fahrrädern wieder auf.

Die Wiederbelebung wurde 2005 mit der Programmerweiterung um Pedelecs und 2010 mit der Einführung des Fachhandelskonzeptes e-Punkt weiter abgerundet.

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